„Wir verfolgen den Schuldigen,
lassen ihn nicht los –
bis er für das Blut bezahlt hat.“
Eigentlich geht es nur um ein bisschen Wind: Iphigenie wird von ihrem Vater Agamemnon den Göttern geopfert, damit dieser in den Krieg nach Troja segeln kann. Dafür bringt ihn seine Gattin, die Kindesmutter Klytämnestra um. Der Sohn Orest rächt den Vater und ermordet Klytämnestra.
Aber hier ist Schluss: Die Erynnien rasen. Sie wollen Orest. Die alten Rachegöttinen müssen den Mord an der Mutter rächen. Das ist ihre Bestimmung: Den Muttermörder jagen und den Mord zu vergelten. Im Sinne des mutterrechtlichen Prinzips. Im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit.
Und jetzt wird es delikat: Die Welt wird mittlerweile von jungen Gottheiten beherrscht, die Gerechtigkeit eine gute Sache finden. Aber Macht eine noch viel bessere…
Orest hat mächtige Freunde im Olymp. Man sieht sich bei der Gerichtsverhandlung!
Erinnyen entstand als Szenenstudium im Dezember 2025 und wird nun zu einem Jahrgangsprojekt erweitert. Es beschäftigt sich mit dem Stoff des dritten Teils der Orestie von Aischylos.
Es spielen: Paul Euler, Isabella Fakhimi Roth, Annabel Himmelspach, Güney Korkmaz, Laura Köppel, Anfisa Lazebna, Niklas Marx, Mathilde Mayer und Leander Ries
Künstlerische Leitung: Henning Hartmann
Körpearbeit Bewegungschor: Berit Jentzsch
Sprechchor: Onno Grohmann
Technik und Licht: Frank Baumgart
AUSZEICHNUNG MIT DEM HAUPT-ENSEMBLEPREIS BEIM SCHAUSPIELSCHULTREFFEN
Beim diesjährigen Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender wurden die Studierenden der HMTMH mit dem wichtigsten Ensemblepreis ausgezeichnet. Der Förderpreis des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) der Schweiz in Höhe von 10.000 Euro zur Unterstützung eines Ensembles, das in seiner Arbeit zukunftsweisende Innovationen sichtbar werden lässt, wurde auf Vorschlag der unabhängigen Jury an das Ensemble der Produktion Erinnyen vergeben. Damit wurden Schauspielstudierende der HMTMH bereits zum dritten mal in Folge mit einem Ensemblepreis ausgezeichnet.
Die Jury setzte sich zusammen aus Jessica Cuna (Schauspielerin), Lucien Haug (Autor, Regisseur und Dramaturg), Lili Hering (Dramaturgin und Kulturjournalistin), Tucké Royale (Regisseur, Darsteller, Autor und Musiker) sowie Şafak Şengül (Schauspielerin). Am Schauspielschultreffen, das unter dem Motto „Lass’ treffen“ von der Hochschule für Musik und Theater Rostock ausgerichtet wurde, nahmen rund 230 Schauspielstudierende von 19 Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.









